IDnow entwickelt QEAA, um die Attributlücke der AMLR zu schließen. 1

Die AMLR verpflichtet regulierte Institute, mehr als nur die Identität zu prüfen. Mit dem Angebot der Qualified Electronic Attestation of Attributes (QEAA) von IDnow erhalten regulierte Unternehmen eine qualifizierte Möglichkeit, die erforderlichen Kundenattribute zu verifizieren – über Märkte, Datenquellen und Customer Journeys hinweg.

Jahrzehntelang haben Finanzinstitute erhebliche Ressourcen darauf verwendet, eine einzige Frage zu beantworten: „Ist diese Person wirklich die, die sie vorgibt zu sein?”

Eine neue Generation digitaler Nachweise verändert diese Ausgangslage grundlegend. Anstelle der alleinigen Identitätsbelegung können Unternehmen nun auf kryptografisch verifizierbare Credentials zurückgreifen. Diese belegen spezifische Fakten – etwa eine Adresse, eine berufliche Qualifikation oder ein Alter – und ermöglichen die Weitergabe dieses Nachweises entlang digitaler Prozesse.

Dieser Wandel wird durch die EU-Geldwäscheverordnung (AMLR) besonders relevant.

Gemäß der AMLR sind regulierte Unternehmen dazu verpflichtet, bestimmte Kundenattribute zu erheben und zu verifizieren. Dazu gehören ein Wohnsitz, eine nationale Identifikationsnummer sowie eine Steueridentifikationsnummer, sofern verfügbar and anwendbar.

Das Problem: Diese Attribute sind nicht durchgängig über nationale eIDs als Teil der standardisierten PID (Person Identification Data) oder andere Identitätssysteme in Europa abrufbar. Auch künftige EUDI-Wallets bieten keine Abhilfe. Was in einem Markt verfügbar ist, kann in einem anderen möglicherweise nicht genutzt werden. Das zwingt Finanzinstitute dazu, Lücken mit zusätzlichen Dokumenten, Datenquellen und länderspezifischen Prozessen zu schließen.

Die unbequeme Wahrheit ist: Eine Identitätsprüfung allein reicht nicht mehr aus, um europaweit tätig zu sein.

Das QEAA- und EAA-Angebot von IDnow wird Finanzinstituten helfen, diese Lücke zu schließen.

Von der verifizierten Identität zu verifizierten Attributen

Elektronische Attributsbescheinigungen (EAA) und Qualifizierte Elektronische Attributsbescheinigungen (QEAA) sind digitale Credentials, die dazu dienen, spezifische Fakten über eine Person nachzuweisen. Beide dienen dem Nachweis von Attributen, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich des Ausmaßes der Rechtssicherheit, die sie bieten. Während EAAs vertrauenswürdige digitale Nachweise für ein breites Spektrum an Anwendungsfällen liefern, genießen QEAAs nach eIDAS die stärkste gesetzliche Vermutungswirkung, einschließlich der Vermutung, dass die enthaltenen Daten inhaltlich korrekt sind. Dadurch eignen sie sich besonders für risikobehaftete, regulierte Szenarien wie das digitale Onboarding, die Vorlage von Vermögensnachweisen und die Einhaltung der AMLR-Vorgaben.

Das Besondere am Credential-Modell ist, dass der Nachweis übertragbar ist. Wurde ein Attribut einmal verifiziert und als Credential ausgestellt, kann es bei künftigen Interaktionen erneut vorgelegt werden, ohne dass es jedes Mal von Grund auf neu nachgewiesen werden muss. Wo selektive Offenlegung unterstützt wird, können Kunden zudem nur die Informationen preisgeben, die erforderlich sind, beispielsweise dass sie über 18 Jahre alt sind, ohne ihr genaues Geburtsdatum zu nennen. Das Ergebnis sind weniger Datenweitergabe, weniger Reibungsverluste und eine einfachere Customer Experience.

Auch wenn die AMLR der unmittelbare Treiber für Finanzinstitute ist, ermöglicht die frühzeitige Einführung von QEAs eine Positionierung für ein breiteres Spektrum regulierter Anwendungsfälle – von der Einkommensverifizierung über berufliche Qualifikationen bis hin zu Vertretungsrechten –, während das Credential-Ökosystem weiter reift.

Eine Verordnung. Siebenundzwanzig unterschiedliche Realitäten.

Die AMLR soll die Anforderungen zur Geldwäschebekämpfung in der EU harmonisieren. Die Art und Weise, wie diese Anforderungen erfüllt werden, ist jedoch alles andere als einheitlich.

Die Attribute, die von Banken verifiziert werden müssen, sind nicht über eine einzige europäische Quelle verfügbar. So kann eine Wohnadresse in einem Land aus einem amtlichen Register stammen, in einem anderen aus einer eID oder anderswo aus Dokumentennachweisen. Dasselbe gilt für Steueridentifikationsnummern, nationale Identifikationsnummern und andere regulierte Attribute.

Diese Fragmentierung erzeugt operative Komplexität. Jede neue Quelle, jeder neue Markt und jede neue Verifizierungsmethode droht zu einer weiteren Integration, einem weiteren Prozess und einem weiteren Prüfpfad zu werden.

IDnow ist auf reale Compliance-Anforderungen ausgerichtet

Als einer der ersten Anbieter in Europa, der zur Ausstellung von QEAAs zertifiziert ist – mit dem eigenen QTSP IDnow Trust Services – entwickelt IDnow sein Angebot gezielt auf Basis der Anforderungen, mit denen Finanzinstitute in der Praxis konfrontiert sind.

Anstatt Unternehmen auf eine einzige Methode zur Attributprüfung festzulegen, passt IDnow das Nachweisverfahren an den jeweiligen Markt, die verfügbare Datenquelle und das erforderliche Vertrauensniveau an.

Amtliche Register werden genutzt, wo verfügbar. Nationale eIDs, wo geeignet. Dokumente nur, wenn notwendig.

Das Ergebnis ist ein einheitlicher Prozess zur Attributsverifizierung, der für alle Märkte gilt – und nicht siebenundzwanzig verschiedene.

Ebenso wichtig ist, dass Unternehmen nicht an ein einzelnes nationales Identitätssystem, einen einzelnen Anbieter oder ein einzelnes Wallet-Ökosystem gebunden sind.

Als Bestandteil der IDnow Trust Platform können Unternehmen die Attributprüfung direkt in bestehende Onboarding-Prozesse integrieren – und sind gleichzeitig für die Ökosysteme der European Digital Identity Wallet gerüstet, ohne künftig eine weitere Integration vornehmen zu müssen.

In Kombination mit den Identitätsprüfungslösungen und qualifizierten Vertrauensdiensten von IDnow können Unternehmen den gesamten Prozess abbilden – von der Identitätsfeststellung über die Attributprüfung und die Ausstellung qualifizierter Nachweise bis hin zur qualifizierten Archivierung – und das innerhalb derselben Trust Platform.

Ein Anbieter. Eine Integration. Eine Nachweiskette.

Der AMLR-Countdown hat begonnen.

Den meisten Finanzinstituten ist bewusst, dass die AMLR kommt. Die entscheidendere Frage ist jedoch, ob ihr Umsetzungsplan dies bereits berücksichtigt.

Die Vorbereitung auf die AMLR ist mehr als eine reine Compliance-Übung. Sie erfordert neue Integrationen, Customer Journeys und operative Prozesse sowie Entwicklungsressourcen – häufig in mehreren Märkten gleichzeitig.

Zur Vorbereitung gehört auch zu wissen, welche regulierten Attribute erhoben werden müssen, woher sie stammen, wie sie verifiziert werden und wie dieser Prozess künftigen Prüfungen standhält.

Jede Lücke in diesem Prozess kann schnell zu einer weiteren Integration, einem weiteren manuellen Arbeitsschritt oder einer weiteren operativen Abhängigkeit werden. Das kostet Zeit.

Mit dem QEAA-Angebot von IDnow erhalten Finanzinstitute einen einheitlichen und skalierbaren Ansatz zur qualifizierten Attributprüfung – europaweit und ohne länderspezifische Einzellösungen.

Mithilfe derselben Vertrauensinfrastruktur können darüber hinaus mehr Anwendungsfälle für digitale Credentials über elektronische Attributbescheinigungen (EAA) unterstützt werden. Unternehmen aus regulierten und nicht regulierten Sektoren können so vertrauenswürdige Attribute auf dem jeweils angemessenen Vertrauensniveau verifizieren.

Bereit für die AMLR? Erfahren Sie, wie IDnow Unternehmen bei der Verifizierung von Kundenattributen unterstützt.

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Nikita Rybová
Customer & Product Marketing Manager bei IDnow
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