Bis zum 10. Juli 2027 wird sich die Art und Weise, wie Finanzinstitute die Identität ihrer Kunden überprüfen, grundlegend verändern. Mit der Einführung der neuen EU-Geldwäscheverordnung (AMLR) und der Erweiterung von eIDAS 2 werden traditionelle Identifikationsmethoden nicht mehr ausreichen. Diese regulatorischen Veränderungen definieren die Compliance-Anforderungen in der gesamten EU neu und verlangen nach neuen Standards in Bezug auf Sicherheitsniveau, Interoperabilität und digitale Identifizierung.

Um diesen Veränderungen stets einen Schritt voraus zu sein, merken Sie sich diese Seite, Ihre zentrale, kontinuierlich aktualisierte Quelle für alle Entwicklungen rund um AMLR und eIDAS 2.

Zukunft der AML-Identifizierung 2

AML-Landschaft

Heute: Standardisierung der AML-Regulierung.


Seit der Aktualisierung im Jahr 2014 wurden die AML-Vorschriften in den EU-Mitgliedsstaaten stärker an internationale Standards angeglichen. Dazu gehören Customer Due Diligence (CDD), Meldung verdächtiger Aktivitäten (SAR), Prüfung wirtschaftlich Berechtigter und Aufbewahrungspflichten. Dies führte zu einheitlicheren Compliance-Anforderungen und einer verbesserten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. 

Dennoch bestehen weiterhin erhebliche nationale Unterschiede, die zu einer fragmentierten AML-Landschaft führen. Konkret betrifft dies: 

  • Politischer Wille 
  • Aufsichtspraktiken 
  • Sektorenspezifische Verpflichtungen
  • Durchsetzung 
  • Technologien und Anpassung an neue Bedrohungen 

Diese Inkonsistenzen betreffen auch die Fernidentifizierung und grenzüberschreitende Services. Obwohl eIDAS 1 die grenzüberschreitende elektronische Identifizierung unterstützen sollte, wurde es insbesondere im Privatsektor nur begrenzt angenommen, was Banken die Nutzung für grenzüberschreitende KYC-Prozesse erschwerte. 

Zukunft der AML-Identifizierung 3

Morgen: Harmonisierung der AML-Regulierung.


Bis zum 10. Juli 2027 wird die EU mit der AMLR und eIDAS 2 einen vollständig harmonisierten AML-Rahmen einführen. Damit ersetzt sie das heutige Flickwerk nationaler Vorschriften durch einen einheitlichen, EU-weiten Compliance-Standard. 

Alle Identitätsprüfungsprozesse müssen künftig den in der Verordnung festgelegten einheitlichen Regeln folgen. Nationale Ausnahmen, die die AML-Bemühungen bislang zersplittert haben, entfallen. 

Zwar können sich Umsetzungsgeschwindigkeit und Durchsetzungspraxis zwischen den Mitgliedsstaaten anfangs leicht unterscheiden, doch müssen diese Unterschiede im Laufe der Zeit angeglichen werden. Sektorspezifische Sonderregelungen werden keine Rechtfertigung für Abweichungen mehr darstellen. Harmonisierung bedeutet nicht das Ende von politischem Gestaltungswillen oder technologischer Innovation, beseitigt jedoch die Unterschiede, die bisher zu uneinheitlicher Aufsicht und regulatorischer Unsicherheit geführt haben. 

eIDAS 2 wird zur Grundlage für digitale Identität in der gesamten EU und ermöglicht eine sichere, grenzüberschreitende, AML-konforme Identitätsprüfung. Zwar definiert eIDAS 2 selbst keine AML-Standards, doch unterstützt es die AMLR, indem es die technische Infrastruktur für digitales Vertrauen bereitstellt. 

Gemeinsam sollen diese Regelwerke einen kosteneffizienten, sicheren und standardisierten Compliance-Rahmen schaffen, der Finanzinstituten einfachere, schnellere und konsistentere grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen ermöglicht. 

Zukunft der AML-Identifizierung 4

IDnow-Lösungen

Zukunftssichere Identitätsprüfung mit der IDnow Trust Platform für vollständige Compliance. 


IDnow baut das Fundament für Identität in der Ära von eIDAS 2 und AMLR, mit einer leistungsstarken, interoperablen Plattform, die Compliance vereinfacht und sich an die sich wandelnde digitale Landschaft anpasst. 

Die IDnow Trust Platform vereint digitale Wallets, nationale eIDs, Vertrauensdienste und fortschrittliche Betrugsprävention in einer zentralen Lösung. Damit können Organisationen höchste Anforderungen an Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit erfüllen. Durch die Kombination dieser Elemente lassen sich verschiedenste Anwendungsfälle und regulatorische Vorgaben mit nur einer integrierten Plattform abdecken. 

Unternehmen können die Identifikationsmethoden flexibel auswählen und kombinieren, die am besten zu ihren Anforderungen passen und so eine reibungslose Nutzererfahrung gestalten. Mit der integrierten qualifizierten elektronischen Signatur (QES) steht zudem von Beginn an eine sichere, rechtlich bindende Authentifizierung zur Verfügung – alles über eine einzige, nahtlose Integration. 

Die Plattform ist darauf ausgelegt, alle Onboarding-Methoden und Branchen zu unterstützen. Das Identifikationsportfolio von IDnow ermöglicht Organisationen, sich flexibel an ihr individuelles Risikoprofil und regulatorische Anforderungen anzupassen – mit einem konformen, skalierbaren und ganzheitlichen Ansatz für Identitätsprüfungen: automatisiert, expertengeführt, vor Ort oder hybrid. 

IDnow Identitätsprüfverfahren: Umfassend, sicher & zukunftssicher.


IDnow bietet ein vollständiges Portfolio an Identitätsprüfungen, zugeschnitten auf unterschiedliche Geschäftsanforderungen und regulatorische Vorgaben – ob automatisiert, expertengeführt oder vor Ort. Unsere Lösungen kombinieren moderne KI-Technologie, menschliche Expertise und robuste Hardware, um sichere, konforme und nutzerfreundliche Onboarding-Erlebnisse zu ermöglichen. 

  • Automatisierte Identitätsprüfung nutzt KI-gestützte Dokumentenprüfung und biometrische Erkennung für schnelle, nahtlose und sichere Identitätsprüfungen. Chip-basierte Dokumentenprüfung mit NFC-fähigen Smartphones bietet zusätzlichen Komfort und Sicherheit, unterstützt Remote-KYC und gewährleistet AML-Compliance. 
  • Expertengeführte Identitätsprüfung kombiniert fortschrittliche Technologie mit geschulten Ident-Spezialist:innen via Live-Video-Identifizierung. Dieser menschzentrierte Ansatz ist besonders effektiv in komplexen oder regulierten Szenarien und erkennt subtile Anzeichen von Social Engineering – wie Offscreen-Prompts, verdächtiges Verhalten oder wiederkehrende Hintergründe – und stärkt so die Betrugsprävention und das Vertrauensniveau. Er unterstützt zudem weniger digital-affine Nutzer:innen durch persönliche Betreuung. 
  • Persönliche Identitätsprüfung ermöglicht sichere Vor-Ort-Prüfungen mit fortschrittlicher Hardware zur Dokumenten- und biometrischen Authentifizierung. Diese Methode eignet sich ideal für Hochsicherheits- oder Hochrisiko-Umgebungen, in denen eine persönliche Verifizierung erforderlich oder bevorzugt wird. 

Über alle Methoden hinweg sorgt die Integration qualifizierter elektronischer Signaturen (QES) für hohe Rechtssicherheit, robustes Vertrauensniveau und Zukunftssicherheit im Hinblick auf regulatorische Anforderungen. Die Identitätsprüfungslösungen von IDnow ermöglichen es Unternehmen, verschiedene Risikoprofile und Compliance-Standards sicher zu adressieren und gleichzeitig ein vertrauenswürdiges Kundenerlebnis zu bieten. 

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Landschaftsüberblick Neue konforme Identifizierung Vertrauensdienste IDnow-Lösungen Betrugsprävention